Freitag, 19. Juni 2015

After Work

eine Ausstellung über das Forum Crossart Int. in der Lohnhalle in Oberhausen.

Über die Lohnhalle Oberhausen liest man so einiges. Sie ist in aller Munde, sie macht Theater, dort gibt es Floh- und Kunsthandwerkermärkte und dort wird immer wieder Kunst präsentiert. 



Sieht erst einmal ziemlich unscheinbar aus. 
Aber drinnen tobt der Bär !!!


"Nach getaner Arbeit, geht der Kumpel in die Lohnhalle um seinen Lohn abzuholen.
 

Was geschieht wenn die Arbeit vorbei ist?

Regionale crossart-Künstler aus dem Ruhrgebiet laden crossart-Gastkünstler ein, sich mit dem Thema "After Work" auseianderzusetzen.


Was bleibt uns nach getaner Arbeit? Was geschieht während des Strukturwandels? Was geschieht in uns selbst? Welche Werte bleiben uns erhalten? Was ist uns wichtig jenseits der Arbeit? Wie verändert sich eine Region?
Stichworte: Mensch, Natur, Ruhe, Kultur, Feierabend, Industrie, Veränderung, Zeit, Verfall, Ruhrgebiet, morbide Schönheiten, Alltagsinseln, Ästhetik der Zerstörung."



Ich hab meine "Die hängenden Gärten der Semiramis" ins Rennen geschickt. 

Das Kunstwerk trägt den Untertitel: Wenn Schnee fällt in Bagdad. Der Untergang einer Stadt.


Und somit war es für mich ein aktuelles Thema zu der Ausschreibung, denn auch im "Pott" geht in so vielen Städten das Licht aus. Vielleicht nicht auf so "brutale" Art und Weise wie in Bagdad, aber auch hier ist das Leid groß. 


Natürlich spielt auch für mich die Kultur rein, in dieses Kunstwerk. Natürlich hat es etwas mit Ruhe, in den Gärten, nach dem Krieg, zu tun. Veränderungen - nichts ist beständiger als die Veränderung!! Zeit, Verfall, Ruin .... alles Schlagworte, die zu meinem Kunstwerk passen und dennoch ..... 



... bleibt es eins meiner neuesten Kunstwerke. Eins das noch "frisch" ist, eins das noch nach seiner Ästhetik sucht.

Die Vernissage war reich besucht und Claudia Wädrich, als Schriftstellerin, hielt uns eine Laudatio und so kam es anschließend dann auch noch zu dem ein oder anderen Künstlergespräch. Natürlich weil man sich auch schon von anderen Crossart Ausstellungen kannte oder einfach, weil man ein neues Gesicht gesehen hatte. 

Es gab einen Artikel in der Presse, es gab Lob und es gab aber auch Schattenseiten.

So ist mein Kunstwerk beschädigt worden.

Nicht schlimm, denn es ist ja nur Textilkunst !! Da kann man ja mal an den Stoffen ziehen, einige Fetzen rausziehen oder einfach einen Kaugummi reinkleben (Sarkasmusmodus wieder aus).

Nur die Erfahrung mit der Organisation, die hat dann den absoluten Wehrmutstropfen oben drauf gesetzt. Keine Entschuldigung. Keine adäquate Reaktion.

Fazit: sicherlich passiert es immer mal wieder, kann immer mal etwas vorkommen, auch wenn ich es nie verstehen werden, dass es Menschen gibt, die anderer "Werke" beschädigen, zerstören oder sogar klauen. Aber, dass seitens der Organisation noch nicht mal eine entsprechende Reaktion kommt, dass verstehe ich dann gar nicht mehr.

Und wenn etwas passiert ist, dann findet man Lösungen, man findet Worte ... auch der Entschuldigung.


Ich hab es mit nach Hause genommen. Ich habe es repariert und so wird es nächste Woche, am 27. Juni, wenn ich meinen Kunstraum "option.265" eröffne, hängen und sich bestens präsentieren. 


So hat meine "Semiramis" auch schon etwas von Ruin, Untergang und Zerstörung zu erzählen.Und ich bin als Künstlerin um eine Erfahrung reicher, von der ich weiß, dass ich die nicht unbedingt haben muss. Aber auch die Schattenseiten gehören dazu.

Und trotzdem freue ich mich auf die nächste Ausstellung !!!

Sie gehören zum Künstlerleben dazu, sonst könnte ich euch ja meine Kunstwerke gar nicht zeigen und ihr nicht bewundernd davor stehen und mich mit Lob überhäufen ...... okee okee .... ich nehme auch Kritik entgegen. 

Lasst uns also zusammen neugierig bleiben. 

Wie immer. 

Und sehen was das Leben, 
das Künstlerleben, 
noch alles für uns bereit hält.

Martina
alias Frau U. 











Freitag, 12. Juni 2015

Nach der Veränderung ist vor dem Neuen ...

... jetzt hab ich mir aber wirklich lange genug Zeit gelassen ..... fast 3 Monate sind wir schon in Effelsberg und haben zwar immer noch einen Berg von Arbeit, aber wir fühlen uns schon so, als wären wir nie weggewesen.


Obwohl das ja mit dem Weggewesen 30 Jahre gedauert hat.

Hatte ich euch das mal erzählt, dass ich ja schon als kleines Kind eine Affinität zur Eifel hatte??

Ist wohl so, wenn man in Köln geboren wird und in dieser GROSSEN Stadt so langsam aber sicher heranwächst ... dauert ja ein paar Jahre bis man dann flügge ist und die weitere Umgebung (hinter der Eifel) erkundet.

Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich die Eifel wie meine Westentasche kenne, aber ich kenn mich aus. Und wißt ihr was ?? Ich hab schon die Abkürzungen gefunden!! Und im Nachbarort lebt ein älteres Ehepaar, die sich eine Näherei, eine alte Großschneiderei, umgebaut haben und dort jetzt Bücher binden. Und dann wimmelt es hier überall voll Künstler = Maler, Bildhauer, Keramikerinnen und wieder Maler, dann entdeckte ich neulich, hier in unserem Dorf, dass es hier einen Kunstschmied gibt. Super. 

Und das Allerbeste ist ja wohl der Tante Emma Laden vorne in Lethert - da erfährt man ALLES !!! 

Also haben wir jetzt auch einen Metzger in Holzmühlheim. Der macht die beste Fleischwurst !! Weltweit. Jedenfalls für mich, denn sie erinnert mich an früher. Sie schmeckt genauso wie früher.

Also früher war das so, wenn wir in die Eifel fuhren ....

Vattern machte das Auto startklar, packte alles an Gepäck rein und Muttern packte die Provianttasche .... dicke Scheiben Fleischwurst und trockene Brötchen. Und es gab immer noch einen großen Topf mit Nudelsalat.

Unterwegs in der Eifel wurde dann irgendwo angehalten - die Wege in der Eifel sind laaaaaaang - heute immer noch - und die Kinder bekamen eine dicke Scheibe Fleischwurst in die Hand und in die andere ein trockenes Brötchen = mehr braucht man nicht zum glücklich sein und satt werden.

Heute auch noch !!!!!!!!!!!!!!!


Und ich weiß noch wie damals = ich hatte gerade meinen Führerschein frisch in der Tasche. Mittags um 14 Uhr habe ich ihn überreicht bekommen und drei Stunden später saßen wir zu Fünft in einem alten Käfer und fuhren in die Eifel .. wohin ???? Das weiß ich nicht mehr, ich weiß nur noch, dass es später wie aus Eimern goß. Wolkenbruchartige Niederschläge ließen mich Anfängerin an meine Grenzen "fahren".

Auch so was typisches aus der Eifel .... das Wetter ändert sich hier ständig ... manchmal sogar minütlich. 

Aber kräht der Hahn morgens auf dem Mist, 
ändert sich das Wetter 
oder es bleibt wie es ist !!!

Noch ne Geschichte aus der Eifel !! = Camping, Kinder- oder Jugendcamping in Hellenthal. 

Lang lang ist es her!!

Das erzähl ich euch nächste Woche, denn da muss ich mal in der alten Fotokiste stöbern ... ich weiß, da gibt es noch "Jugendbilder" - die kann ich euch ja nicht vorenthalten. 

als denn, wie immer, neugierig bleiben.

Martina
alias Frau U.


PS: Fotos sind wie immer von meinem Mann. Von Martin Woerner.







Samstag, 14. März 2015

Veränderung

Es gibt Momente im Leben die verändern einiges.

Und es gibt Momente im Leben, da trifft man Entscheidungen die sindzukunftsentscheidend.

In den letzten Monaten ist bei uns so viel passiert, dass ich manchmal mit dem Kopf schüttele und denke:

Das ist jetzt genug für die nächsten 5 Jahre !!


Wir werden umziehen. Nächste Woche. Wir werden in etwas eigenes ziehen und ich werde dort auch wieder eine kleine Galerie eröffnen. Vielleicht nicht mehr so "umfassend" angelegt wie bisher, aber dafür etwas Besonderes.  Natürlich etwas Besonderes. Es ist alles noch in Planung. Einige Idee schwirren in meinem Kopf herum und wollen durchdacht werden.


Das hier ist der neue Ort. Die neue Location. Unser neues Heim.


Vielmehr .... das Tor zur neuen Welt der Frau U.


Es ist ein Ort für um zum glücklich werden !!

Es wird anders werden. Es wird eine Mischung aus der alten Galerie und einer Werkstatt für Textilkunst werden.  Und es wird eine Sommergalerie sein, in der einige Dinge passieren werden. Es wird wieder Ausstellungen geben und ich denke, dass es auch wieder die ein oder andere Lesung gibt. Und es wird auch wieder ein Klavier in der Galerie stehen.


Hier habt ihr einen Blick hinter das große grüne Tor. Es ist unser Innnehof und hinter dem hier noch verschlossenen großen grünen Tor ist dann irgendwann dieses Jahr ... da hab ich noch etwas Arbeit ... wieder eine Galerie zu finden.

Die textil.ART.galerie Effelsberg. 

Der Name bleibt. Der Ort ändert sich.

Mehr nicht. 

Und ihr könnt euch auch bestimmt vorstellen, wie dolle ich mich darauf freue. Wie viele Ideen es dort zu verwirklichen gilt. Wie viele neue Ideen dazu kommen werden. 

Lasst euch überraschen.

Und bleibt neugierig.

Wie immer. 

Martina
alias Frau U.


ach ja ... dieser hässliche Briefkasten kommt natürlich weg !!!




Montag, 2. März 2015

Zwischendurchbericht

über eine fantastische Textilkunstausstellung in Belgien. In Haacht. 

Aber vorweg muss ich euch erzählen, was uns dort noch passiert ist.


Wir in Haacht angekommen, wollten zu dem Ausstellungsort fahren und .... Straßensperre !!!

Wir den netten Polizisten gefragt, aber er hat weder Deutsch noch Englisch verstanden. Nur immer gesagt, dass wir erst um zwei Uhr dort hin können.

Gut. Wir den Rückwärtsgang eingelegt, gedreht und versucht von der anderen Seite dran zu kommen.

Straßensperre !!

Aber dieser nette Polizist konnte ein wenig Deutsch.
Und so durften wir zu Fuss zu unserem auserwählten Ort laufen.
Und dort angekommen, standen vor der Tür wieder Polizisten. Diesmal hat man uns verstanden und aber wiederum zur Antwort gegeben, dass wir erst ab 2 Uhr rein könnten.

Warum ??

NA !!!!!!!!!!!!

Weil gerade - just in this moment - das belgische Königspaar zu Besuch in der Ausstellung ist !!

Was für ein Zufall.

Also haben wir uns unter die Menschen gemischt und "gemaulaffenfeilt". Wir hatten uns schon gewundert warum so viele Menschen da waren.

Wir haben SIE - eure Hoheiten - gesehen !!!!!!!!!!!!

Ich kann euch nur einen Link zu der dortigen Tagespresse geben, also den Beweis antreten, dass wir SIE wirklich gesehen haben, denn vor lauter Staunen und Gucken haben wir keine Fotos gemacht (nasowasaberauch).

Aber wenden wir uns etwas viel Wichtigerem zu !!

Dieser erstklassischen Ausstellung.

Ich lass mal nur Bilder sprechen.


Im Foyer die Künstlerin Jolande van Lyk.

Wundervolle gefilzte lange Werke.


Hier auch noch eine belgische Künstlerin:

Helma van Kleinwee.


Diese Filzskulpturen haben mich auch total begeistert.

Künstlerin:  Hilde Moens.




Und das war so richtig nach meinem Geschmack!!

Feuerrot und Schwarz.

Künstlerin:  Monika Loster


Wohl der absolute Hammer:

Mirjam Pet-Jacob.



Ich konnte mich gar nicht sattsehen. 


Eine italienische Künstlerin:

 Paola Cicuttini.

Tapiserie.


Gewebt. Verfilzt. Bestickt

Renata Rehorovská.






Künstlerin: Live Jacob.

Eine Skulptur der besonderen Art. 



Und auch Jette Clover ist dabei.







Leider leider ist diese Ausstellung mit dem heutigen Tag beendet. Eigentlich eine Schande, dass soll hervorragende Textilkunst nicht länger und mehr der Öffentlichkeit gezeigt wird. Am liebsten hätte ich sie alle eingepackt und in meiner Galerie präsentiert. 

Das ist für mich KUNST. 

Kunst mit textilem Material.

Einfach nur klasse !!






Freitag, 27. Februar 2015

Von Mai bis ...... 2014

2014 - ein buntes Jahr. 
Ein ereignisreiches Jahr. 
Ein Jahr voller Kunst.


Im Juni hatte ich dann meine erste Einzelausstellung in der Galerie Smend in Köln. 


 Die Galerie Smend kenne ich ja schon seit meiner frühesten Jugend. Na zumindest seitdem ich mich für Textiles interessiere. So habe ich mir vor 40 Jahren schon bei Ihnen am Fenster die Nase platt gedrückt.

Dann war ich bei Ihnen zu dem Jubiläum !!



Zum 41. Jahrestag durfte ich dann meine eigenen Werke präsentieren.




Es war meine Serie "Fast nur Weiß" - zumindest der Teil, der schon fertig ist - mit dabei und natürlich "Platero y yo" aus der Wanderausstellung von Anja Hühn.


Herrlich sind die Räume von Smend - hell und lichtdurchflutet.

Da kann man als Künstlerin gut "hängen" !!!

Und der Charme der alten Zeit, den das Haus, also auch die Galerie hat, ist aus dem letzten Jahrhundert. Wenn nicht sogar aus dem vorletzten.



Mein Blues Brothers waren dabei.

Und so einige andere Werke, die in 2013 und 2014 entstanden sind.









Eine bunte Ausstellung mit den unterschiedlichsten Kunstwerken.

Kleine Installationen, Objekte die ins Dreidimensionale gingen und Coudragen.

Natürlich auch ein Quilt.





Im Juli durfte ich mich dann bei der Mitgliederversammlung des Paul-Klinger-Vereins in München persönlich vorstellen. 

 Dabei habe ich dann auch meinen netten malenden Kollegen Dieter de Haju persönlich kennen gelernt. Und ihr werde es nicht glauben, aber auch die Kessler Zwillinge waren dort - sie sind auch Mitglieder in diesem "weltumspannenden" Verein.


"Ich bekenne mich zur Sucht, auch dazu, dass ich an der Nadel hänge und täglich meinen Stoff brauche".

Einleitende Worte bei der Vorstellung einer Textilkünstlerin !!

Oder ist da was falsch dran ??


Wenn ihr mehr über diesen den Paul-Klinger-Verein erfahren wollte, dann folgt einfach dem Link.


Was kam dann noch ??

August, September und Oktober, November und Dezember ..... 

 Im August war noch meine Einzelausstellung im Artclub. Dazu zeige ich euch jetzt auch noch ein paar Fotos und im September dann das große Treffen in Ste. Marie - das ist so viel, dass muss in einen Extrapost.





Meine Installation "Als die Gorch Fock unterging war Picasso in Paris" 

Eine kleine Geschichte dazu:

Der kleine Dackel Picasso ging mit seinem Herrchen Waldemar am Strand von Travemünde spazieren. Sie setzten sich in den warmen Sand und sahen den Schiffen zu.



 Plötzlich sprang Picasso auf und fing furchtbar an zu bellen. Zwischendurch knurrte er wie ein riesengroßer Hund und war gar nicht mehr zu beruhigen ..... die See wellte sich weiterhin ruhig an den Strand. Nur leises Geplätschere war zu hören.

Wieder zuhause in Paris, gingen Picasso und Waldemar an der Seine spazieren.

Wieder fing Picasso plötzlich an zu bellen und zu knurren.




Am anderen Morgen las Waldemar in der Zeitung, dass die Gorch Fock am Strand von Travemünde untergegangen ist !!!

Le Monde berichtete, dass die Gorch Fock schon vor einige Zeit vor Travemünde leck geschlagen war und sich schwerlich halten konnte. Sie bekam Schlagseite und trieb mehrere Tage vor sich hin.
.......




Und Picassos Einstrichtiere von mir mit nur EINEM Faden auf Leinen "gebannt" - eine Hommage an den großen Künstler Pablo Picasso - sie haben mich inspiriert.







Genug der Geschichten, denn es gibt ja noch anderes zu erzählen ....

Bald.

Wieder.

Martina
alias Frau U.


 

Dienstag, 17. Februar 2015

Und weiter gehts...

... Ich schwelge mal weiter in einem ereignisreichen Jahr.


2014 - ein buntes Jahr. 
Ein ereignisreiches Jahr. 
Ein Jahr voller Kunst.

bis zum April war ja schon einiges los ! Aber weil es ja nicht langweilig werden sollte, geht es dann im Mai munter weiter. 
 
Da gab es das große Event "125 Jahre Kunst in Dinkelsbühl" - ein ganzes Jahr wurde der Kunst "gefröhnt". Angfangen hat es mit einer Ausstellung im Haus der Geschichte zu der alle hiesigen Künstler aufgerufen waren ihre Werke zu präsentieren. 



Das war die erste Ausstellung zu diesem tollen Kunstjahr in Dinkelsbühl. Munter weiter ging es dann im Sommer mit Kunst im Kloster und noch weiteren Ausstellung, die ich euch dann der Reihe nach noch zeigen werde. 

Dann war die GROSSE Nadelwelt in Karlsruhe.

Mit dem Haus 18, Alte Spinnerei Leipzig, haben wir aus unserer Masterclass unsere Abschlussarbeiten gezeigt. Mein "Meisterwerk" war natürlich auch dabei.  

Später seht ihr mein "gemeistertes Werk" dann noch mal wieder.











Und dann hab ich mir ja auf der Nadelwelt "die Kante gegeben", will heißen, dass ich direkt mit 3 Werken vertreten war, denn fast gegenüber gab es ja noch die Ausstellung "Flower Power" von der PQW - Pias Quilt Werkstatt - von der "Homburger Schule".

 
Mein "Flower Power" - Untertitel: die Geschichten eines gestrandeten Seemanns.  

Haltet mal den Kopf schräg, nach links gekippt .....

und .... !!!!


Könnt ihr das Meer rauschen hören, den langen Strand sehen, ein schon grüner Strand, der sich bis zum Urwald hinzieht, ein Strand auf dem lange grüne Wurzeln sich schlängeln, an denen größe schwarz-weiße Blüten sich im Winde wiegen .....

Und aus dem nahen Urwald hört ihr die Schmetterlinge flattern, die Vögel zirpsen und die Affen brüllen. 




Und last but not least: Detlef. 



 Mein Detlef bei der Bernina Ausstellung Mensch : Piktogramme. Der Mensch als Piktogramm.

Oder wie auch immer. Denn es beflügelte meine Phantasie. So geht denn mein Detlef bei einer steifen Brise mit seinem Hündchen "Liebelein" am Strand spazieren.

Und den Rest der Geschichte könnt ihr euch jetzt selber zusammenreimen ....oder ihr müsst warten bis ich sie euch ein andermal zu Ende erzähle.



Ihr seht schon, ich versuche euch wieder neugierig zurück zu lassen, dass ihr auch ja immer wieder hier in meinem Blog vorbeischaut.

So will ich mich denn für heute mal wieder verabschieden, wünsche euch allen eine gute Zeit mit der Hoffnung, dass der Winter nun bald mal endlich vorbei ist ...... aber im Moment scheint er sich eher hier in Bayern festzubeißen. Minus 5 Grad heute morgen *brrrrrrrr*

Aber in unserem Herzen scheint ja die Sonne. 

Als denn. Bis bald.

Martina
alias Frau U.




Mittwoch, 11. Februar 2015

Wut im Bauch

Heute lese ich, dass für ein Gerhard Richter Kunstwerk 41 Millionen Euro bezahlt worden sind. 

Von einem unbekannten Sammler, der dieses Werk als Geldanlage irgendwo in einem Safe "versteckt".

Ich schreibe gerade zur selben Zeit - als kleine Künstlerin dieser Zeit - zum wiederholten Male eine Mail an einen Kunstverein von dem ich mich verarscht fühle.

Ich bin Mitglied in diesem Verein. Habe letztes Jahr an seinem ausgelobten Kunstpreis teilgenommen und bin als Finalistin zur Ausstellung ausgesucht worden.

Soweit so gut.

Dieses Jahr habe ich mich wieder für diesen Kunstpreis beworben und bin wieder als Finalisitin ausgewählt worden.

Der Termin stand bombenfest in meinem Kalender.

Da ich mich mit meine "Meisterwerk" beworben habe, dass ich ja nicht einfach mal per Paket quer durch Deutschland schicken kann, wurde ausgemacht, dass ich zum Tag der Hängung dann selber kommen sollte und mein Werk aufstellen könnte.

ZWEI Tage vor diesem Termin wurde mir mitgeteilt, dass man nicht an der "ART & Antique" Messe teilnehmen würde - das war der bombensichere Ausstellungstermin -, sondern die Ausstellung zu diesem Kunstpreis in dem Verwaltungsgericht Stuttgart stattfinden würde. Der Termin hierfür ist eine Woche später.

BATZ !!!

Dieser Termin war für mich unmöglich. Konnte ich nicht. Stand ein anderer sehr wichtiger Termin im Kalender.

Ich also an den Verein geschrieben, dass ich mich auf den in der Ausschreibung angegebenen Termin festgelegt hätte und durch diese absolut kurzfristige Terminverschiebung nicht teilnehmen könnte.

Keine Antwort.

Ich noch mal geschrieben.

Wieder keine Antwort.

Ich noch mal geschrieben.

Wieder keine Antwort.

Mittlerweile habe ich SECHS Mal an diesen Verein geschrieben UND nie eine Antwort bekommen.

Nicht nur, dass es schwierig ist als Künstlerin von seiner Kunst zu leben - nein - man wird auch noch regelmäßig "abgezockt". Dass heißt, dass man als Künstler für Ausstellungen, Ausstellungen an denen man gerne teilnehmen möchte, erst einmal eine Anmeldegebühr zur Bearbeitung der Anmeldungen bezahlen muss und wenn man dann ausgewählt wurde, dann kommt die oft safftige "Mitmachgebühr". Zum Beispiel eine Ausstellung wie die Kölner Liste, die sich gerne NUR an die Künstler wendet, kostet ein 10 Quadratmeter großer Ausstellungskubus an die 2.375 Euro für ein Wochenende - Freitag bis Sonntag - es sind zwar ein Katalogeintrag und Werbung enthalten, aber es kommen noch die anderen Spesen, wie Anfahrt, Übernachtung usw., dazu == also summa sumarum dann mal eine Ausstellungswochenende für mindestens 3.000 Euro. Schließlich will man ja als Künstlerin nicht verhungern und vielleicht noch bei der abendlichen Show (extra Eintritt) teilnehmen und sein Netzwerk zu erweitern.

Und wenn man auf dem Kunstmarkt verkaufen will, also bekannt werden will, MUSS (sollte) man solche Ausstellungen mitmachen.

Man muss sich präsentieren !!

Denn es gibt so viel Künstler  - wirklich gute Künstler - mittlerweile, dass ein guter Galerist schon gar keine Bewerbungen mehr annimmt, geschweige denn neue Künstler in sein Portfolio aufnimmt. 

Also - ran an die Kundschaft auf solchen Ausstellungen.  

Man kann natürlich auch in seiner Gemeinde, im Pfarrsaal, vielleicht in einem vorhandenen Kunstgewölbe der Stadt, in einer Ausstellungshalle, ausstellen. Eventuell ist noch ein kleines Museum vorhanden, in dem man dann seine Kunst zeigen könnte. Aber man bleibt dann in seiner "Gemeinde", kommt über die Grenzen des dortigen nicht hinaus. Vielleicht findet sich noch eine Arztpraxis oder ein Rechtsanwalt, der gerne unsere Kunst, natürlich kostenlos, in seiner Praxis ausstellt.

Danke.

Ich schmücke dann mit meinen Kunstwerken seine Räume.

Dabei wäre da Geld vorhanden, dann auch mal ein Kunstwerk zu kaufen.

Noch besser ist natürlich eine Kneipe oder ein Restaurant.

IRONIE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Kommt gut bei Werken, die aus textilem Material sind ... die stinken dann noch Jahrzehnte später nach der guten Küche. Sind wir mal froh, dass nicht mehr geraucht werden darf.

Ihr seht schon: ich bin heute "bissig"!!!!

Ach ja .... dann gibt es da noch Autohäuser, die sich auch immer gerne wieder mit Kunst schmücken und Ihren Kunden dann einen schönen Tag versprechen. Und - habt ihr als Dankeschön mal eine Reparatur "geschenkt" bekommen ??
 
Okee. Schluß jetzt.

Wieder zum Anfang. Zu Gerhard Richter. Einer der es geschafft hat. 


Zitat G. Richter, 1982: Die Kunst ist die höchste Form von Hoffnung.