Dienstag, 15. Juli 2014

"gemeisterte werke" in der Galerie Smend

Einen Monat ist es nun her, dass ich in der Galerie Smend meine Werke aus dem Masterclassjahr bei Britta Ankenbauer gezeigt habe.

Meine gesamten Werke, die in diesem Masterclassjahr entstanden sind. Zumindest einige davon. Denn wenn man so ein intensives Jahr der Kunst absolviert, dann entsteht mehr als nur eine Abschlußarbeit. Dann entstehen viele Werke auf dem Weg zum Abschluß. Schließlich muss man üben, denn ein Meister fällt ja nicht mal eben so vom Himmel. Und was ein guter Künstler werden will, muss auch sein Handwerk stetig üben.

Überblick 1
 
Und ich habe viel geübt.

Neue Techniken wollte ich ausprobieren. Andere Stoffe in meine Werke einbringen. Selbstgefärbte Stoffe neben gekauften Stoffen platzieren und auch das Drucken musste eingeübt werden. Schließlich hat man auch hier eine Unmenge an Möglichkeiten = Monodrucke, Stempel- und Schablonendruck, Siebdrucke in den verschiedenen Techniken.

Platero y yo - Trilogie

 Auch sind unter dem Einfluss dieses Masterjahres in anderen Kursen Werke entstanden, die sich stark an die gerade erfahrene Inspiration oder an das Gelernte, angelehnt hat.

Überblick 2

Aber immer wieder tauchen meine Quadrate auf. Irgendwann, eigentlich schon vorher, habe ich das Quadrat für mich entdeckt. Mit ihmkonnte ich in Figuren schlüpfen, andere Formen darstellen und sie so kombinieren, dass sich daraus ein Kunstwerk ergab.

Das Quadrat - die Form mit der ich mich künstlerisch ausdrücken kann.

Der Schwung

Ganz zum Schluß des Masterjahres, zu Beginn 2014 habe ich dann noch mit dem Übermalen von Werken angefangen .....

Schnee in der Wüste
Eine Technik, die nun immer mehr in meine Werke einfließt, denn ich musste feststellen, dass ich mit der Übermalung viel deutlicher in Perspektiven arbeiten kann. Die Ausarbeitung von Einzelheiten, von Darstellungen im Kleinen, kommen so noch mehr zur Verdeutlichung.

Es bleibt ein stetiger Lernprozeß, denn wenn man erst einmal eintaucht, 
dann muss man nach einer bestimmten Strecke auch mal wieder Luft holen. 
Schauen was es sonst noch so gibt. 
Welche Techniken sich noch anbieten und lernen Neues auszuprobieren. 
Immer wieder Neues auszuprobieren. 
Und weiter üben.



Mein Masterjahr. 

Mein Weg in die Kunst. 

Mein Weg des Lernens für die Kunst, die ich in Zukunft machen werde.






Montag, 2. Juni 2014

Geheimhaltung

... aber jetzt kann ich es euch allen zeigen !!!°

Mein "gemeistertes Werk", meine Abschlussarbeit der Masterclass 2013 bei Britta Ankenbauer.



"Es ist keine Maske" 

Untertitel:
"Als die Polizei vorbeifuhr stand Frau Müller hinter der Gardine".



Ein ganzes Jahr lang habe ich mich mit dem Thema Abstraktion/Reduzierung beschäftigt. Zuerst dachte ich noch, dass ich ein Werk ähnlich wie ein malender Künstler nur halt mit Stoffen, Garnen und anderen Materialien anfertigen wollten. Irgendwann kam dann der Gedanken auf - was soll das denn?? ich muss doch keinen malenden Künstler nachmachen. Ich bin Textilerin!° Alsooo....

Dann bin ich von dem abstrakten Gedanken weggegangen und habe mich der Reduzierung zugewandt. Reduzierung deshalb, weil für mich Abstraktion eine defizilere Sache ist. Ich kann es nicht genau erklären, aber es passte nicht mehr zu meinen Gedanken zu meinem Werk.

Ich wollte etwas reduzieren. Etwas so weit reduzieren, dass man aber immer noch direkt erkennen kann umd was es sich handelt. Wegnehmen so viel wie möglich, aber auch so wenig wie nötig. Aber im Endeffekt habe ich dann viel weggenommen. Bis nur noch die Augen übrig blieben. Die Augen, die so typisch sind für uns Menschen, die auch als Reduzierung alleine stehen können und sofort erkannt werden.

Aber das war mir dann noch nicht genug !°

Oft hat man als Künstler ja noch einen Hintergedanken oder andere Gedanken, die einen beschäftigen, wenn man solch ein Werk kreiert, anfertigt und fertigstellt. Oft entwickelt sich eine Geschichte zu dem Werk, wie schon Beuys gesagt hat: "" Kunst ist etwas neu Geschaffenes, etwas, das aus einem Arbeitsprozess entstanden ist.... ""


Und so ist aus dem Arbeitsprozess, aus den Gedanken heraus der Untertitel entstanden, denn wenn man hinter die Augen (dann Maske) tritt, schaut man aus dem Verborgenen. Vielleicht aus den verborgenen Gedanken heraus ... geheimgehaltenen Gedanken ?° Denn als die Polizei vorbeifuhr ....

So manches erfassen wir mit unseren Augen, aber auch vieles verstehen wir nicht und bleibt somit immer etwas Geheimes. Vielleicht für uns. Aber auch für andere.




Mittwoch, 7. Mai 2014

Die ROSA Krawatte

wollte ich euch ja noch mal gezeigt haben.



Ein alte rosafarbene Krawatte der Firma BOSS musste dran glauben und wurde von mir in diesem Kunstwerk "verwurschtelt".

Fragt mich nicht wo ich diese Krawatte her habe .. sie war einfach da !!°

Ganz bewußt habe ich diese Krawatte unordenlich genäht, denn ich fand den Gegensatz zu dieser "teuren" Krawatte musste einfach "billig" sein.

Aber ich konnte es dann auch nicht lassen noch andere Labels anzubringen.

Sozusagen der Modewelt die lange Nase zeigen.

Und die oberlange Nase setze ich mit diesem Label !!!°


 Und dann habe ich meine vier Krawatten unter den Arm gepackt, bin nach Prag gefahren, habe sie aufgehangen und dann hingen sie EINEN Tag in Prag.


Vielleicht haben einige nicht verstanden, dass es Kunst ist. Und Kunst gehört an die Wand und nicht auf einen Tisch.

Demnächst gehen Sie dann mit zu einer Ausstellung in einem Business Centrum - da gehören sie hin !!!


Dienstag, 29. April 2014

weiß, weiß, weiß ....

Fast nur weiß !!°

So jedenfalls lautet der Titel eines meiner Werke, dass ich gerade fertig mache.

Die Quadrate sind schon genäht, aufgeklebt auf Hartschaumplatte und jetzt sollen sie nur noch auf Holz und dann in einen "Kasten". Diesen Kasten muss mir noch der Schreiner machen, denn ich kann zwar mit der Nähmaschine umgehen, die Stricknadeln klappern lassen, allerlei anderes Künstlerische bewerkstelligen, aber ..... Holzkästen bauen - nee - das kann ich nicht.


Die fertigen Quadrate habe alle die Größe von ca. 20 x 20 cm und sind alle in unterschiedlich weißen Stoffen genäht.

Aber jedes Quadrat ist anders !







Hier zeige ich mal von jedem Quadrat eine Detailansicht, so dass man es sehr deutlich erkennen kann, dass jedes anders gearbeitet ist.

Sicherlich jetzt nicht die besondere Nähtechnik. Aber das ist auch von mir so gewollt, denn es kommt nicht auf die absolut perfekte Technik an, sondern auf die Aussage, die in einem Kunstwerk steckt.


Und die Aussage dieses Kunstwerkes wird, wenn es denn seinen "Kasten" bekommen hat, eine ganz besondere sein.


So lasse ich euch dann mal wieder neugierig zurück ... und zeige euch, sobald es fertig montiert ist, dieses Werk mit dem passenden Titel.

Und dann wird es klarer !!









Dienstag, 15. April 2014

Und noch mehr Krawatten

Ein ganzer Tisch voll Krawatten !°


Klasse. Farbenfroh. Bunt und rund .... und jede anders wie die andere.


Mehrmals im Jahr treffen sich nähverrückte Frauen in Homburg. Besetzen regelrecht die ganze Jugendherberge und dann geht es nur noch ums Nähen, Patchen und Quilten. Zwischendurch werden wir gefüttert, d.h. wir brauchen uns nur an einen gedeckten Tisch setzen und essen. Ein paar Stunden später gibt es dann schon wieder etwas - Kuchen, Kaffee, Gebäck ... und wieder Stunden später .... Abendbrot..... nähen, schlafen, nähen, aufstehen, frühstücken, nähen, essen, nähen ......

Das geht den ganzen lieben langen Tag so. 24 Stunden!°

AHHHH ... und zwischendurch kommt noch jemand auf eine Idee !°

Wir nähen Krawatten im Farbkreis. 

Für Prag. Für das Patchwork Meeting. Und auch die Tschechinnen nähen Krawatten.

Werden doch mal sehen, wer die schöneren näht !!°


Links der Tisch im Farbkreis, daneben 12 ausgesuchte Krawatten es Herrn E. und im Hintergrund die tschechischen Krawatten - vielleicht nicht so gut zu erkenne, aber zu erkennen, dass es nicht so farbenfroh zuging ...  Und an der Wand wieder meine Krawattenwerke, die ich euch ja gestern schon vorgestellt habe.

Morgen geht es dann mit der anderen Kunst weiter, denn wie ihr hier bei diesem Foto erkennen könnt, gab es ja noch andere Ausstellungen .... von Britta Ankenbauer, von Uta Lenk, von Pia Welsch & Co. und dem "Karneval der Stoffe", von der dänischen Gilde und vor allen Dingen von ganz vielen tschechischen Quilterinnen !!

Freut euch also auf morgen, da gibt es Bilder von hervorragenden textilen Kunstwerken, von Quilts und noch ein bisschen Übersicht über das Ganze.

Bis morgen - until tomorrow - do zítřka.



Montag, 14. April 2014

Prague Patchwork Meeting

Wenn Gutes liegt so nah, dann braucht man eine Weile bis man wirklich mal hinkommt.

In den 10 Jahren in denen ich in Nürnberg gewohnt habe, habe ich es nicht geschafft. Jetzt wo ich noch 100 Kilometer weiter weg wohne, da endlich ....

Ein langes Wochenende in Prag !!°

Und dann auch noch wegen der Textilkunst, wegen dem Prager Patchwork Meeting.

Vorausgegangen ist natürlich ein kleiner Wettbewerb - wer näht die schönsten Krawatten ?? Und unsere sollten nach dem Farbkreis genäht werden.

Soweit so gut !°

Aber könnt ihr euch vorstellen, dass ich Krawatten nähe??

So komische längliche Teile, die sich die Herren der Schöpfung um den Hals binden und dann auch noch meinen sie wären schick. Gehtjagarnicht. Zumal ich diese "Dinger" nicht wirklich schick finde. Eigentlich eher schräkklisch !° Manche "Binder" sollten sogar verboten werden. Zum Beispiel karierte. Dasgehtgleichzweimalgarnicht. Direkt gefolgt von gepunkteten .....

Denn es geht auch phantasievoller !!°

Oder es geht auch "künstlich" - vielmehr "kunstvoll".

So habe ich natürlich keine "Binder" genäht, sondern Kunstwerke für an die Wand. Zum aufhängen, zum anschauen und schön finden. Und zum kleine Details entdecken und dann darüber nachdenken, was es wohl heißen könnte oder bedeuten mag. Des Künstlers Gedanken sind vielfältig wenn er an einem Werk arbeitet.


So hat denn mein Krawattenprojekt auch Namen:

Business 1 - 4


Hier noch ein paar Detailaufnahmen und die Beschreibung zu den Titeln.


Krawatte Nr. 3 

Arbeit
Verpflichtung
Leistung
Bezahlung
Gleichstellung ??


Krawatte Nr. 2

Beruf
Berufung
Erfüllung
Zufriedenheit
Erfolg ??


Krawatte Nr. 1

Binder
Bindung
Knebelung
Verträge
Loyalität ??





Krawatte Nr. 4 - die rosafarbenen habe ich leider noch nicht fotografiert.

Sie hat etwas mit Mode, Diktat, Symbolen und Anpassung zu tun. Ihr widme ich dann ein ganzes Posting, weil ich dieses Thema wichtig finde und auch absolut überflüssig.

Und dann zeige ich euch auch noch gerne ein paar andere Werke 
- wundervolle textile Kunstwerke - 
aus Prag.
Und selbstverständlich auch die Krawatten nach dem Farbkreis. 
Morgen.
Ihr dürft also wie immer neugierig bleiben.


Mittwoch, 2. April 2014

Meine Bewerbung

für den 2. Vorstand der Patchwork Gilde e.V.

Warum macht man so etwas ??

Tja - weil man voller Ideen und Enthusiasmus ist. Weil man denkt, dass man in einem Gremium, in einem Verein, doch mehr erreichen kann, als alleine.

Alleine kämpfe ich schon seit vielen Jahren. Und ich kämpfe gerne, weil ich vielleicht zu den Kämpfertypen gehöre. Aber sich so alleine für eine Sache einsetzen braucht viel Energie. Und warum nicht die Energie von anderen mitnutzen, dass man auch mehr als nur Schritt für Schritt weiterkommt.

Ich hoffe. Ich hoffe sehr, dass ich als 2. Vositzende der Gilde die Möglichkeit habe, Türen zu öffnen. Türen für die Textilkunst.

Wie so viele von uns habe auch ich vor ca. 30 Jahren mit dem traditionellen Patchwork begonnen. Damals gab es fast noch gar nichts. Noch nicht mal ein Lineal, geschweige denn eine Schneidematte. Und bitte was ist ein Log Cabin, Flying Geese ... Stufen zum Gericht ???

So habe ich auch hier von Anfang an erst einmal alleine meine Spuren verfolgt. Unterbrochen von Kinder zur Welt bringen, Kochen, Spülen, Aufräumen, Schule, Weiterbildung, Arbeiten ....

ein ganz normales Frauenleben !!°

Und nebenbei wurde natürlich immer mal wieder die Nähmaschine ausgepackt. Mal mehr, mal weniger.

Auch war ich ein Mitglied der Patchwork Gilde der ersten Stunde !!°

Damals hatte ich - wenn ich mich richtig erinneren - die Mitgliedsnummer 14 !!°

Dann kam ein Umzug, dann kam ein Auslandaufenthalt und eine Abmeldung bei der Gilde.

Jahre später. Wieder etwas zur Ruhe gekommen bin ich dann wieder bei der Gilde eingetreten. Mittlerweile hatte ich auch ein Geschäft für Patchwork & mehr. "Stickliesel" hieß diese kleine Geschäft, dass ich in Hersbruck hatte. Stickliesel auch deshalb, weil ich damals schon gerne gestickt, genäht und gestichelt habe.

Aus der Stickliesel ist dann Jahre später die "Südtstadt.Galerie für Textilkunst" in Nürnberg geworden.  Und dann vor zweieinhalb Jahren die "textil.ART.galerie" in Dinkelsbühl.

Die gibt es immer noch und jetzt hat sie noch den Zusatz:




Hier, und wie schon in den letzten Jahren, stelle ich Textilkunst aus.

Philosophie meiner Galerie ist ...... schaut einfach mal auf meine Homepage rüber (dann muss ich nicht immer alles zweimal schreiben)

Und warum ich mich jetzt erst für den 2. Vorstand bewerbe ??

Weil sich jetzt erst die Gelegenheit dazu ergibt. Weil sich jetzt erst Dinge ereignet haben, die mich dazu veranlasst haben. Weil ich jetzt erst Sabine Weninger-Dietrich - bei der Eröffnung meiner Galerie im Hechtzwinger - kennen gelernt habe. Und weil wir zwei beide die gleiche Sprache sprechen.

Und weil ... seid dem es einige Leute wissen, mir immer wieder gesagt wurde: Das ist gut. Da kommt frischer Wind. Ein Wind für die Textilkunst.

Und wißt ihr was ??

Ich freu mich drauf. 
Ich werde mein Bestes geben !° 
Versprochen.



Bewerbung um das Amt der 2. Vorsitzenden
Martina Unterharnscheidt
Ich wünsche mir als Neuling, die sich für den 2. Vorstand bewirbt, dass ich hinsichtlich der
Kunst, die ja bei vielen aus dem traditionellen Patchwork entstanden ist und auch noch
entstehen wird, eine Möglichkeit finde, diese mehr an die Öffentlichkeit zu bringen. Museen,
Kunsthäuser und Ausstellungsorte sollen von der Kunst begeistert werden. Die Textilkunst
soll in Deutschland, in Europa, bekannter werden. Ich möchte in einem starken Team
arbeiten, gemeinsame Erfahrungen nutzen, um die Gilde zu dem Organ zu machen, dass man
als Textilkünstlerin in Deutschland braucht.
Neue Besen kehren gut – ein altes Sprichwort. Aber für mich immer der Beweis, dass man
mit Enthusiasmus – mit einer Leidenschaft für etwas – viele Schritte gehen kann. Und ich
hoffe, dass mir viele folgen. Nicht hinter mir, sondern mit mir.