Dienstag, 23. September 2014

Kunst im Kloster

Hier in Dinkelsbühl haben wir diese Jahr das Event "Dornröschen wach geküsst" - 125 Jahre malende Kunst in Dinkelsbühl.

Weil vor 125 Jahren die Kunststudenten der Münchner Akademie das romantische Dinkelsbühl entdeckt und es zum Kleinod für ihre Malerei "erhoben" haben und sich hier der damals neuen "Plain Air" Malerei gewidmet haben, gibt es eine lange Geschichte um die Malerei hier in Dinkelsbühl.

Es gab dieses Jahr mehrer Ausstellungen dazu, dann auch ein Wochenende im Kloster. Und hier haben bei schönstem Sommerwetter viele Künstler "unter freiem Himmel" ihre Kunst "zelebriert". Heutiges Plain Air Malen 2014.

Und Plain Air Textilkunst !!!




In meiner "Klosterzeit" sind kleine Zeichnungen mit der Maschine entstanden. 




Die ich dann zu etwas Grossem zusammengebracht habe. 




Insgesamt sind vier Werke entstanden, die ich in unterschiedlichen Techniken erarbeitet hat.
Natürlich sind meine Klosterarbeiten, die Stickarbeiten, dabei. Dann habe ich einen gepachten Untergrund genäht. Diesen wiederum habe ich mit Siebdrucktechnik gestaltet. Denn das Dinkelsbühler Kopfsteinpflaster sollte ziemlich plastisch wirken - so als wenn man gleich drüber stolpert - und natürlich die bunten Häuser Dinkelsbühls. 

Denn der Titel meiner 4 Arbeiten war: 

Dinkelsbühl ist bunt !!

So ist also in der textilen Collagetechnik, in Mixed Media, ein Triptichon plus Eins entstanden. 

3 + 1 = 4
Und so waren Sie dann bei der Ausstellung präsentiert ....



Fand ich allerdings nicht so prickelnd ... 

Ich habe Sie dann später bei einem Tag des Offenen Denkmals, 
an dem ich meine Galerie auch geöffnet hatte, so präsentiert.


Gefällt mir doch mal gleich besser !!

Und beim nächsten Mal berichte ich dann über das Voranschreiten meiner "Fast nur Weiß" Serie,
die schon wieder Zuwachs bekommen hat.

Also ... wie immer .... neugierig bleiben !!!

Martina
alias Frau U. 



Freitag, 12. September 2014

Die Serie "Fast nur Weiß"

Es ist ein Projekt bei dem ich mir vorgenommen habe jede Woche ein "fast nur weißes" Kunstwerk zu fertigen.

Eine Herausforderung !!

Jawoll. Eine richtige Herausforderung !!





 Begonnen habe ich damit im Frühjahr, zu der Zeit, als ich noch an meinem Meisterwerk arbeitete. Denn wie das bei Künstlern nun mal so ist, kann man die vielen Ideen, die man hat, nicht alle in EINEM Werk verwirklichen.

Und da ich noch so viele Ideen im Kopf habe, müssen die alle mal raus ...... alle mal zu Stoff gebracht werden. Und da ich nicht wirklich eine Serienkünstlerin bin, eher nach dem Prinzip Zufall arbeite, ist es für mich eine noch größere Herausforderung.

Es begann also wie so oft ... mit Quadraten !!






Entstanden sind wiederum 4 größere Quadrate, die ich dann zu einem Kunstwerk vereint habe: sozusagen Quadrate um Quadrate um Quadrate um Quadrate ......

Ergebnis: Quadrate im Kasten.






Und der Gedanke, eine komplette Ausstellung, eine Ausstellung nach dem aleatorischen Prinzip zusammen zu stellen, lässt mich weiter an diesem Projekt arbeiten.

Und die ersten Werke dazu habe ich bei meiner Ausstellung in der Galerie Smend in Köln gezeigt.


Mittlerweile sind einige "fast nur weiße" Kunstwerke entstanden. Es sind aber auch viele noch nicht fertig, warten auf die Fertigstellung. Und die Idee, dass ich jede Woche ein "fast nur weißes" Kunstwerk mache, gerät ein bisschen ins Stocken. Denn wie ich oben schon schrieb ... ich bin nicht wirklich eine Serienkünstlerin. Das hat so was von Fließbandarbeit und das geht irgendwie gar nicht. Aber ich bleibe dran, denn ich will mir selber beweisen, dass ich es kann ... mit Unterbrechungen !!

Und so werde ich euch jetzt so nach und nach die einzelnen Kunstwerke der Serie "Fast nur Weiß" vorstellen.

Also. Wie immer .... neugierig bleiben !!!

ART.ige Grüße aus dem verregneten Dinkelsbühl.

Martina
alias
Frau U.










Mittwoch, 6. August 2014

Besuch einer Ausstellung

Farbe im Quadrat. Amish Quilts und James Turell. 



Grandios.

Da hängen 29 alte Amish Quilts in einem  RIESIGEN  Raum. 

In einem Museum.

Was wünscht man sich mehr, als Platz für die Präsentation von textiler Kunst. 

Und gerade für diese Form der Kunst, die alten Amish Quilts, benötigt es Platz. 

Viel Platz.

Mit ihrer fast einheitlichen Größe von ca. 1,70 x 1,70m brauchen sie diesen Platz um 
– jeder für sich – 
um gebührend betrachtet zu werden.

So schreitet man förmlich andächtig von Quilt zu Quilt.
 

 Manchmal steht man auch einfach nur staunend davor...



Frau Caroline Wöhrl hat ihre beeindruckende Sammlung dem Neuen Museum Nürnberg zur Verfügung gestellt. Für eine Ausstellung, die in der Textilkunst ihresgleichen sucht.




Natürlich darf man neben der raumgreifenden Präsentation auch nicht James Turell vergessen. 

Jener amerikanische Künstler, der es geschafft hat, Licht zu einer Kunstform zu erheben.

Auch er sucht seinesgleichen und so gleitet man in den Licht“kuben“ von einem zum anderen und ist irritiert von dem wenigen Licht, dass sich wiederholt, beeindruckt, benebelt und als Lichtflecke in den Augen zurückbleibt. Eine faszinierende Erfahrung wie einen Licht „täuschen“ kann. 



James Turell  der Herr des Sky Spaces. Unbedingt mal ansehen …. Ganz unbedingt.

Und bei Wikipedia gibt es natürlich auch eine gute Übersicht. 



Hier gibt es auch einen grandiosen Film über seinen Roden Crater .... GENIALST !!

Bei Facebook ist er natürlich auch !!


 
Aber nun noch ein paar Worte zu den Amish Quilts.

Wenn man bedenkt, dass das ein oder andere „gute Stück“ an die 100 Jahre alt ist, dann steht man noch staunender davor, denn man sieht ihnen ihr Alter nicht an. Fast keiner der Quilts hat Abnutzungsspuren, auch wenn sie vom "Bett an die Wand" gewandert sind, kann man sich die hervorragende Quiltarbeiten genauestens anschauen. 
 

Stich und Stich gleich.


Stich um Stich perfekte Quiltarbeit. 

 

Wenn da nicht der Spruch: „nur Gott macht Perfektes“ wäre …. kommt man dann leicht ins Grübeln und denkt, das kann nicht wahr sein.


 Und da wir gerade bei „Gott“ sind, bei der Führung mit Frau Wöhrl und Frau Dr. Nollert, der Kuratorin dieser Ausstellung, kam die Frage auf, ob der Diamond etwas mit dem Symbol „Auge Gottes“ zu tun hat. 



 Mir drängen sich dann noch mehr Fragen auf, denn die Amish People sind ein sehr gläubiges Volk und so wollte ich dann noch wissen, jetzt, nachdem ich noch etwas darüber nachgedacht habe, ob es nicht noch mehr Symbolik in den Amish Quilts gibt.



 
Herr Wikipedia gab mir da leider keine Antwort, aber …. eine phantastische Zusammenfassung über die Amish People. Lesenswert.

Ich muss gestehen, dass ich keine Kennerin der Amish Szene bin und somit die gefundene Information in mich aufgesogen habe. Aber ich erahne, dass es da noch mehr gibt. Viel mehr was man über die Amishen und ihre Quilts wissen sollte. Oder möchte.

Es wäre ein neues Kapitel in dem großen großen Buch der Textilkunst.

Das vielleicht mal jemand schreibt.

Enttäuschen war für mich nur, dass diese alten so wundervollen Quilts Knicke hatten. Fürchterliche Knicke, die einem das Herz zusammenschnüren .... da hätte man doch mal etwas gegen tun können. Selbst so alte Schätzchen lassen sich mit "Dampf" aufarbeiten.

Aber es schmälerte nicht meine Bewunderung !!

Meine Bewunderung für dieses alte Kunsthandwerk.

Meine Bewunderung für Werke, die den Weg in ein Museum gefunden habe.

Dort wo sie einfach hingehören.

Dort wo noch mehr Textilkunst hingehört.


Die Ausstellung "Farbe im Quadrat. Amish Quilts und James Turell" ist noch bis zum 19. Oktober 2014 im Neuen Museum in Nürnberg zu sehen.  Es gibt auch noch einige Führungen, einen Film über James Turell und eigentlich lohnt sich der Besuch dort immer. Die ständige Ausstellung ist klasse und das Gebäude eine Wucht.


Und ich ziemlich begeistert..... 
auch wenn ich nur ein kleiner "Wicht" in der großen Welt der Textilkunst bin.

textil.ART.ige Grüße in die weite Welt.

Frau U.
alias Martina

(die davon träumt, dass in diesen Räumen mal Art Quilts, Modern Art Quilts hängen ...
ich wüßte auch schon  welche deutschen Künstlerinnen ich nehmen würde)








Dienstag, 15. Juli 2014

"gemeisterte werke" in der Galerie Smend

Einen Monat ist es nun her, dass ich in der Galerie Smend meine Werke aus dem Masterclassjahr bei Britta Ankenbauer gezeigt habe.

Meine gesamten Werke, die in diesem Masterclassjahr entstanden sind. Zumindest einige davon. Denn wenn man so ein intensives Jahr der Kunst absolviert, dann entsteht mehr als nur eine Abschlußarbeit. Dann entstehen viele Werke auf dem Weg zum Abschluß. Schließlich muss man üben, denn ein Meister fällt ja nicht mal eben so vom Himmel. Und was ein guter Künstler werden will, muss auch sein Handwerk stetig üben.

Überblick 1
 
Und ich habe viel geübt.

Neue Techniken wollte ich ausprobieren. Andere Stoffe in meine Werke einbringen. Selbstgefärbte Stoffe neben gekauften Stoffen platzieren und auch das Drucken musste eingeübt werden. Schließlich hat man auch hier eine Unmenge an Möglichkeiten = Monodrucke, Stempel- und Schablonendruck, Siebdrucke in den verschiedenen Techniken.

Platero y yo - Trilogie

 Auch sind unter dem Einfluss dieses Masterjahres in anderen Kursen Werke entstanden, die sich stark an die gerade erfahrene Inspiration oder an das Gelernte, angelehnt hat.

Überblick 2

Aber immer wieder tauchen meine Quadrate auf. Irgendwann, eigentlich schon vorher, habe ich das Quadrat für mich entdeckt. Mit ihmkonnte ich in Figuren schlüpfen, andere Formen darstellen und sie so kombinieren, dass sich daraus ein Kunstwerk ergab.

Das Quadrat - die Form mit der ich mich künstlerisch ausdrücken kann.

Der Schwung

Ganz zum Schluß des Masterjahres, zu Beginn 2014 habe ich dann noch mit dem Übermalen von Werken angefangen .....

Schnee in der Wüste
Eine Technik, die nun immer mehr in meine Werke einfließt, denn ich musste feststellen, dass ich mit der Übermalung viel deutlicher in Perspektiven arbeiten kann. Die Ausarbeitung von Einzelheiten, von Darstellungen im Kleinen, kommen so noch mehr zur Verdeutlichung.

Es bleibt ein stetiger Lernprozeß, denn wenn man erst einmal eintaucht, 
dann muss man nach einer bestimmten Strecke auch mal wieder Luft holen. 
Schauen was es sonst noch so gibt. 
Welche Techniken sich noch anbieten und lernen Neues auszuprobieren. 
Immer wieder Neues auszuprobieren. 
Und weiter üben.



Mein Masterjahr. 

Mein Weg in die Kunst. 

Mein Weg des Lernens für die Kunst, die ich in Zukunft machen werde.