Dienstag, 18. Juni 2013

Platero in der Presse

jaja .... es gibt auch Geschichte No. 4, aber erst muss ich euch davon berichten, dass der Düsseldorfer Oberbürgermeister das HellGa besucht hat. Es war eigentlich eine politische Sache, aber er hat sich wohl auch mit Begeisterung unsere "Esel" angeschaut. Und ich hab ja schon kräftig geunkt ...... "Düsseldorfer OB mit "Eseln" auf einem Foto" - was mir als Kölnerin ja ein breites - superbreites - Grinsen ins Gesicht lockte.



Auf jeden Fall halte ich dem HellGa die Daumen, dass Sie für sich das Beste erreichen, dass sie bekommen können.

Am letzten Sonntag war dann auch noch Midissage bei den Eseln. Neben vielen selbstgebackenen Kuchen gab es wohl auch viel Spaß. Wohl klar.

Birgit Bührle hat wundervolle Fotos gemacht. Beweisfotos, dass ich auch wirklich dabei bin.


Nicht ich persönlich, aber mein Platero.



 Dann gab es auch noch kleinere Esel Kunstwerke zu erwerben, neben den Postkarten, die Anja Hühn extra für uns hat machen lassen.

Die werde ich hier demnächst auch mal posten.

Und hier liest Andrea Agner gerade aus ihrem "Eselbuch" und viele lauschen.


Und jetzt blättere ich mal wieder im Buch "Platero und ich" und erzähle euch Geschichte No. 4








Der Stall

Wenn ich um die Mittagszeit Platero aufsuche, entfacht ein durchsichtiger Strahl der Zwölf-Uhr-Sonne einen großen Goldfleck auf dem matten Silber seines Rückens. Unter seinem Bauch, auf dem dunklen, schummrig grunelnden Boden, der alles in einen Smaragdhauch taucht, schüttet das altesschwache Dach einen Schwall blanker Feuermünzen.

Diana, die zwischen den Hufen Plateros liegt, springt auf, hüpft mir tänzelnd engegen und legt ihre Pfoten auf meine Brust, begierig, mir den Mund abzulecken mit ihrer rosigen Zunge. 
Zuoberst auf der Futterkrippe steht die Kletterziege und blickt mich neugierig an, wobei sie den feinen Kopf damenhaft mal nach der einen, mal nach der anderen Seite neigt. Unterdessen will Platero, der mich, noch ehe ich eingetreten bin, schon mit hellem Schmetterschrei begrüßt hat, seinen Strick zerreißen, starrköpfig und ausgelassen zugleich.

Durch die Dachluke, die den schillernden Schatz vom Zenit herabschleust, entschwinde ich einen Augenblick diesem Idyll, sonnenstrahlaufwärts, zum Himmel. Dann steige ich auf einen Stein und schau hinaus aufs Feld.

Die grüne Landschaft schwimmt im blütenglühenden, schlaftrunken flimmernden Geloder, und in dem reinen Blau, umrahmt von der schäbigen Mauer, verklingt, alleingelassen und lieblich, eine Glocke.


Heute war es also ein wenig politisch und geschichtlich. Beides muss sein, denn so ist das im Leben. Alles liegt nahe beieinander. Manchmal so nahe beieinander, dass man nicht drumherumkommt.

Und wenn es euch gefallen hat, 
dann erzähle ich euch bald die Geschichte No. 5 von 
Platero, 
meinem kleinen Esel.

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